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Journalisten auf der Jagd?

In einem jüngeren Kommentar in der „Weltwoche“ über Sinn und Unsinn der Blocher-Fixierung seitens der Medien schreibt Autor Kurt W. Zimmermann, „die wichtigste Triebfeder des Journalismus ist die Demontage“ und ergänzt: „Die erfolgreiche Demontage ist die einzig wahre journalistische Trophäe.“

Es handele sich, so Zimmermann, um eine Blocher-Neurose, eine Art krankhafter Fixierung. „(…)Sie kann leicht erklärt werden, weil es dabei um das Herz des Journalismus geht. Es gibt einige Triebfedern für Journalismus, aber die wichtigste Triebfeder ist immer dieselbe geblieben. Die wichtigste Triebfeder des Journalismus ist die Demontage. Das ultimative Ziel eines ambitionierten Journalisten ist die Zerstörung einer Karriere. Natürlich werden die Journalisten das öffentlich nie zugeben. Im privaten Gespräch aber sind sie sich einig. Die erfolgreiche Demontage ist die einzig wahre journalistische Trophäe. (…) Manchmal entstehen die Treibjagden eher zufällig. Dann breiten sie sich spiralförmig aus und gewinnen an Stärke, weil die Aussicht auf die Zerstörung einer Karriere dermassen verlockend wird.“

Eine spannende These des Herrn Zimmermann, die allerdings auch nur aus der Feder eines Journalisten selbst stammen kann. Apropos Trieb: Zimmermann beschreibt das Jagdverhalten mit einer interessant maskulinen Sprache: Trieb, Triebfeder, Zerstörung,  Verdammnis, Trophäe, Treibjagd, Zielobjekt, erledigt, tot.  Woran das wohl liegt?

RiedmüllerVerlag

Romy Kretschmer
nebenan

„nebenan wohnt frau müller in ihrem zimmer aus seide, das aussieht wie papier und es knistert dort ab und zu.“

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