Mitten ins Herz

In der „Rundschau“ vom 8.2.12 sagte John Coffee, Rechtsprofessor an der Columbia University: Die Bank Wegelin habe Fehler der Vergangenheit wiederholt, darum habe Bharara sie angeklagt. «Die USA fühlen sich von den Schweizer Banken an der Nase  herumgeführt. Die Finanzhäuser ignorieren einfach, was die Schweiz und die UBS ausgehandelt hatten. Die USA haben die Geduld in Bezug auf das Schweizer Bankensystem zum grossen Teil verloren. Amerika ist in einer Position, in der sie die Schweiz härter strafen kann, als es der Schweiz gefällt.»

(Wirtschafts-)Kriegserklärung hin oder her: Die Bank Wegelin, jene älteste Privatbank der Schweiz mit gutem Ruf, hat das Bankgeheimnis beschworen und eloquent von der Dummheit des Steuerzahlens gesprochen. Das diese Art der Kommunikation nicht nur die Amerikaner aufhorchen lässt, liegt in der Natur der Sache. Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie kommuniziert wird, sondern vor allem auch, wer der Sender ist. Wegelin ist Symbol für den Schweizer Finanzplatz und das Bankgeheimnis. Das haben die USA verstanden. Jetzt zeigen sie ihre Art der Kommunikation.

Das erinnert an eine Szene in dem berühmten amerikanischen Film „Pearl Habor“. Dort sagt Colonel Doolittle zu seinen zwei besten Piloten, kurz bevor sie einen Angriff auf Tokio als „Antwort“ auf Pearl Habor starten, auf die Frage, wenn sie schon sterben müssten, dann wollten sie doch wissen wofür: „Wir sind zwar nur wenige im Vergleich zum Angriff der Japaner. Aber wir treffen sie mitten ins Herz. Dort wo es niemand erwartet und wo es am Meisten wehtut.“

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nebenan

„nebenan wohnt frau müller in ihrem zimmer aus seide, das aussieht wie papier und es knistert dort ab und zu.“

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