Imagefaktor Fussnote

Imagefaktor FussnoteDeutschlands politischer Superstar von und zu Guttenberg ist schon lange auf und davon. Gestolpert über Fussnoten, die nicht er hinterlassen hat. Das Geschrei war gross und der empörte Wutbürger hatte endlich ein Ventil gefunden, um der aus dessen Sicht immer weiter abgleitenden und realitätsfremden politischen Elite eins zu pfeifen. Die politischen und auch medialen Begleiterscheinungen sind bekannt: Opportunismus, Wankelmut und die gerade passende Rückstellung wichtiger Themen, zu denen niemand bereit ist, glaubwürdig Stellung zu nehmen. Hätte Guttenberg noch zwei Wochen durchgehalten, wäre er wohl noch im Amt mitsamt der Lüge. Denn die Ökonomie der Aufmerksamkeit hätte zu seinen Gunsten gespielt. Imagefaktor: Der Imageschaden für ihn ist berechenbar. Und für Deutschland? Ja, sagen viele, Deutschland habe gezeigt, dass es auf Anstand und Ehrlichkeit Wert legt und die Elite mit ihrer Vorbildfunktion keinen Freibrief erhält. Die Weltöffentlichkeit hat diese peinlichen deutschen Fussnoten kaum notiert. Gut für Deutschland. Fürs erste. Denn ob ein derartiger Medienhype motiviert durch mehr als nur Fussnoten auch in Zukunft als Ventil gut ist, bleibt offen.

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„nebenan wohnt frau müller in ihrem zimmer aus seide, das aussieht wie papier und es knistert dort ab und zu.“

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